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Import aus China – und die Vorschriften

Die Risiken

Vorschriften? Ja, Vorschriften. Denn der globale Handel ist keineswegs so frei, wie man denken könnte. Tatsächlich ist man als Importeur gezwungen, zahlreiche Importbeschränkungen und Regularien zu beachten. Im eigenen Interesse, denn es haftet keineswegs der Hersteller, sondern derjenige, der ein Produkt in die EU einführt, bzw. es dort „in Verkehr bringt“.

Was darf man überhaupt importieren?

So gibt es beispielsweise Produkte, die der Importüberwachung, Mengenbeschränkung oder sichernden Maßnahmen unterliegen, wie z.B. landwirtschaftliche Erzeugnisse, Tabak, Waffen, Textilien. Hier müssen unbedingt die entsprechenden Regelungen eingehalten werden.

Als logisch mögen einem die Beschränkungen und Verbote erscheinen, die zum Beispiel beim Import gefälschter und raubkopierter Produkte gelten. Das Problem: auch wenn Sie die Fälschungen oder Raubkopien gar nicht als solche erkannt haben, sind Sie dafür verantwortlich. Es drohen Ihnen Zerstörung aller Produkte (natürlich ohne finanziellen Ausgleich) und ein Gerichtsverfahren.

Weitere Beschränkungen bestehen beispielsweise bei genetisch manipulierten Organismen, beim Import von lebenden Tieren oder auch für chemische Produkte, die bestimmte Stoffe, wie z.B. Quecksilber enthalten.

So wird die europäische Wirtschaft in Schutz genommen

Um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Hersteller zu wahren, wurden unter anderem Importbeschränkungen eingeführt. So galten beispielsweise für den Import chinesischer Textilien Beschränkungen, diese sind allerdings seit 2008 vollständig aufgehoben. Bereits 2005 aufgehoben wurden entsprechende Beschränkungen für Schuhe (teilweise), Porzellan, Keramik, Tischgeschirr und Küchenartikel.

Darüber hinaus werden in Einzelfällen weitere „Anti-Dumping-Maßnahmen“ gegen Produkte aus China verhängt. So werden z. B. auf Fahrräder aus China Zollgebühren von über 50 % durch die verhängten Strafzölle fällig (auch Anti-Dumping-Zölle genannt).

Was ist drin im importierten Produkt?

Gesundheit und Umweltschutz sind zwei Themenfelder, die in der EU groß geschrieben werden. So gibt es beispielsweise Bestimmungen zur Begrenzung des Nickelanteils in Produkten, die direkten Hautkontakt haben, wie z.B. Uhren, Schmuck, aber auch Jeansknöpfe.

Seit Anfang 2007 gilt ein Verbot von bestimmten Phthalaten (Weichmachern) in PVC-Spielzeugen und Kinderartikeln. Verboten sind auch Kleidung, Schuhe und Lederartikel, die Azo-Farbstoffe enthalten, aus denen sich aromatische Amine entwickeln können.

Interessant im Feld des Umweltschutzes ist das Elektroschrottgesetz, das vorschreibt, dass der Importeur die Rücknahme und Entsorgung alter Elektrogeräte gewährleisten und bezahlen muss. Auch noch nach vielen Jahren. Weitere Richtlinien schreiben Grenzwerte für gefährliche Substanzen vor. Wobei berücksichtigt werden muss, dass für ganz ähnliche Elektroprodukte völlig verschiedene Richtlinien gelten können.

Wie können Sie Produktqualität sicherstellen?

Versäumen Sie keinesfalls, alle Zertifikate genau zu überprüfen. Beispielsweise durch Vergleich der Zertifikatsnummer mit den Unterlagen beim ausstellenden Testinstitut. Dabei ist auch wichtig, ob das zur Verfügung gestellte Muster überhaupt baugleich mit dem Muster ist, das zur Zertifizierung verwendet wurde. Für die Prüfung ist allerdings die Vollmacht des Herstellers nötig, da sonst der Testbericht nicht eingesehen werden darf. 

Senken Sie ihr Risiko

Wir helfen Ihnen bei dem Ablauf, prüfen alle Zertifikate und achten darauf, dass gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden.

Vor Ort Checks

Durch uns als Partner und Inspekteure in China können wir vor Ort ihre Ware prüfen und auf Fehler und Mängel hinweisen.

Überwachung der Verladung

Beim Verladen der Waren können bei unachtsamkeit Beschädigungen passieren. Wir passen auf, dass die Ware korrekt, vollständig und ohne Mängel verladen werden.